Der Gemmenicher Tunnel
Der Gemmenicher Tunnel
1872 wurde der Gemmenicher Tunnel (870m) fertiggestellt, ihn durchläuft die zweigleisige, elektrifizierte (seit 2008) Güterstrecke, von Aachen-West über Montzen nach Antwerpen. Das Tunnelportal liegt bei Km 4,7.
Die Tunnelröhre unterquert den bewaldeten Höhenzug, der Aachen an der heutigen Westgrenze umschließt. Unweit von der Trasse liegt der höchste Punkt der Niederlande (322,70m ü.NN) am "Dreiländereck". Hier treffen die Grenzen von Belgien, Niederlande und Deutschland aufeinander.
Es ist zusätzlich ein drittes Gleisprofil mittig der Röhre verlegt, um Zügen mit Lademaßüberschreitung die Passage zu ermöglichen.
Zwei Drittel des Tunnels liegen auf deutschem, ein Drittel auf belgischem Hoheitsgebiet.
Im weiteren Verlauf der Strecke (L 24 belg. Bezeichnung) liegt die Unterhaltungsgrenze DB/SNCB ca 300m hinter dem westlichen Portal auf belgischem Gebiet. In Moresnet-Kapelle an der Kelmiser Straße (Rue de La Calamine) steht der ehemalige Turmbahnhof "Buschhausen" mit dem eingleisigen Abzweig (L 24 A) nach Aachen-Süd.
Je nach Gewicht der Züge wurde und wird von Aachen-West nachgeschoben. Vor Beginn der Elektrifizierung wurde in Doppeltraktion gefahren, meistens die BR 55 der SNCB/NMBS oder 215/18 der DB, lediglich die BR 241 "Ludmilla" schaffte es alleine. Heute verkehren die E-Loks der 28er Reihe der SNCB/NMBS (E186) auf dieser Strecke.
Der belgische Grenzgüterbahnhof Montzen ist geschlossen. Belgisches Lok- und Rangierpersonal ist jetzt in Aachen-West stationiert.
Die DB und die SNCB/NMBS bilden heute eine Cooperation (Cobra).
Fotos des Tunnel
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BR 28 der SNCB/NMBS
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Februar 2010
Lageplan
Bahnhof Montzen (B)
Grenzübergangs- Güter- und Zugbildungsbahnhof Montzen (B)
Bald wird auch er der Vergangenheit anghören, im Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1917 erbaut, der belgische Bahnhof Montzen.
In westlicher Richtung, vierzehn Kilometer von Aachen, liegt das weitläufige Areal des Grenz-, Rangier-, Zugbildungs- und Güterbahnhofes im Ortsteil "Gare" der Gemeinde Montzen. Fast dreieinhalb Kilometer lang und 250 Meter breit. 52 Gleise mit unzähligen Weichen sorgen dafür das die Räder rollen. An seinem östlichen Kopf (Blockstelle) zweigt die eingleisige und elektrifizierte Strecke zum Bf Welkenraedt an der Strecke Aachen-Brüssel ab. Dieser Ast wird nur zu Bedarfsdienstfahrten oder als Umgehung bei Streckensperrung benutzt. Lange Zeit befand sich zur Abfertigung der Züge Richtung Deutschland eine Dienststelle der Bundesbahn vor Ort, der sogenannte "Deutsche Dienst". Vom turmähnlichen Stellwerk kann das ganze Terrain überblickt werden. Der Ablaufberg (Gleise gekappt) und die heute verwaiste Gleisharfe liegt zu seinen Füßen. In zwei Gleisen der Harfe, paralell zur Betriebsstraße stehen Z gestellte Waggons der Britischen Rheinarmee (Heimat-Bf MG-Rheindahlen HQ) und 19 Lok's der BR 51 der SNCB/NMBS. Die restlichen Gleise sind vom Ablaufberg getrennt und mit roten Signalflaggen (Sh 2) gesperrt.
Bis zum Fahrplanwechsel 2008 endete hier die Elektrifizierung (seit 1984) des belgischen Netzes. Dieselloks der BR 55 SNCB, BR215/218 DB, BR 241 DB und anderer Verkehrsgesellschaften machten hier Kopf und zogen die Züge nach Aachen-West.
Heute ist ein technischer Halt nicht mehr erforderlich. Die Abstellgruppen bleiben häufig leer. Der Stromwechsel beider Systeme Wechselstrom (DB) und Gleichstrom (SNCB/NMBS) erfolgt auf dem 1.117m langen Göhltalviadukt (franz.La Geule), die Lokomotiven legen kurz den Stromabnehmer ab und unterfahren die Trennstelle.
Der Güterbahnhof mit seinen Gebäuden, Ladegleisen und Verlademöglichkeiten werden nicht mehr genutzt.
Das belgische Fahrpersonal hat jetzt seine Einsatzstelle mit ihren Lok's der BR 28 (E186) in Aachen-West.
Was von dem großen Bahnhof noch übrigbleiben wird, steht in den Sternen.
Grenzbahnhof Montzen (stillgelegt)
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Rangier- und Zugbildungsbahnhof (stillgelegt)
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Schrottplatz?
Turmbahnhof Moresnet Kapelle (L24a)
Hier mündete bis 1968 die Güterverbindungsstrecke von Aachen Süd (L 24a), in die Hauptstrecke Aachen West nach Antwerpen über Montzen (L 24).
Sie war, bis ein auf kleines Intermezzo, zwischen 1941 bis 1944, nur Güterstrecke.
Mit Schließung des Grenzübergangsbahnhof Aachen Süd, wurde diese Strecke stillgelegt und um 1970 demontiert.
Der Bahnhof war dem Zerfall preisgegeben.
Heute ist er nur noch Brücke über die Straße von Moresnet Kapelle nach Kelmis.
Bilder vom ex Bahnhof
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Geparkte Class 66 in Montzen































