Bahnhof Herbesthal (stillgelegt
Mitte 1843 wurde der Bahnhof Herbesthal, der durch die "Rheinische Eisenbahn Gesellschaft" erbaut wurde, eröffnet.
Herbesthal an der Grenze des Königreichs Preußens (westlichster Ort) zum Königreich Belgien gelegen, wurde der erste Grenzbahnhof in Europa. 1888 übernahm der Staat die Strecke (PKEV). Es wurde ein Betriebswerk errichtet, ebenfalls eine Siedlung für die Eisenbahner Familien. Der neu errichtete Güterbahnhof an der Limburger Straße wurde zügig ausgebaut. Im nahen Kelmis (La Calamine) wurde das Erz "Galmei" abgebaut und hier verladen.
Am Gbf zweigt die eingleisige Strecke nach Eupen (damalige Kreisstadt im Regierungsbezirk Aachen) und weiter zur Vennbahn in Raeren ab.
1920 wurden die Kreise Eupen und Malmedy dem Königreich Belgien zugesprochen. Heute ist Eupen der Hauptort der "Deutsprachigen Gemeinschaft" (DG) in Ost-Belgien mit IC Bahnhof (Ostende-Eupen).
Bis Mitte der 1960er Jahre wurde in Herbesthal, bedingt durch die unterschiedlichen Stromsysteme, Lokwechsel durchgeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt stiegen in Herbesthal die Zoll- und Grenzschutzbeamten zu oder aus.
1983 wurde der jetzt nicht mehr benötigte Bahnhof und das Betriebswerk abgerissen, lediglich die alte Schmiede überlebte, allerdings mit einer anderen Nutzung.
Der Bf Welkenraedt, auf der anderen Straßenseite (N 67 Neutralstraße) ist heute Bahnhof für diesen Bereich. In diesem Bahnhof mündet auch, die heute elektrifizierte eingleisige Strecke zum ehemaligen Güterbahnhof Montzen. Diese Strecke wird nur noch für Bedarfsfahrten genutzt.
Große Teile des ehemaligen Bahnbetriebswerk- und Bahnhofsgeländes nutzt die Gemeinde Lontzen heute für ihren Bauhof, die Feuerwehr und den Containerpark.
Das Historische Foto vom Bahnhof ist eine Postkarte die meine Tante unser Familie hinterliess.
Lageplan
Lageplan Bf Herbesthal
Personenbahnhof
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Güterabfertigung 2010 (stillgelegt)
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Gleisanlagen (stillgelegt)
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