An der Vennbahn in Aachen bestanden mehrere Anschlüsse.
Direkt am Güterbahnhof Rothe Erde, befand sich ein nach dem 2. Weltkrieg erbautes, Warenlager des Belgischen Militär. In mehreren Hallen, alle zur Waggonentladung mit Laderampen ausgestattet, wurden Waren zum Betrieb der Kantinen gelagert. Ein Ausziehgleis innerhalb des Lagers regelte die Verteilung zu den eigentlichen Hallen. Um 1990 wurden alle Gleise und Weichen ausgebaut. Lediglich das Anschlussgleis über den Eisenbahnweg blieb bis 2005 liegen.
Die damaligen Aachener Eisenhütte "Rothe Erde" war auch über die Vennbahn angeschlossen. Heute besteht zwar noch der Anschluss über den Rangierbahnhof, zum jetzigen Continental Reifenwerk, genutzt wird er aber nicht.
Vom Hauptgleis der Vennbahn, an der heutigen Philipstraße, zweigte ein Anschlussgleis zur Gummiwarenfabrik Pongs ab, mit werkeigener Köf 2. Ein zweiter Anschluss verlief weiter zum erweiterten Gelände des heutigen Bauhof der Stadt Aachen. Nutzer war, die Haldenverwertung (Hochofenschlacke), mit eigener Verladeeinrichtung. Im Zuge des Ausbaues des Madrider Ringes, wurde die Anlage Ende 1988 demontiert.
Die Anschlussgleise fielen der Verlängerung des Eisenbahnweges Richtung Neuenhofstraße zum Opfer.
Der Anschluss an den Industriepark der Firma Philips, mit Zustellmöglichkeit zur Firma Stracke Tresorbau, besteht noch heute, wird aber, seit der Einstellung der Bildröhrenfabrik (Glasofen) nicht mehr genutzt.
Zugestellt wurden Silowagen mit Quarzsand zur Glasherstellung. Auch hatte dieser Anschluss ein eigenes Gleis unter Zollverschluss.
In der Ortslage Brand bestand ein Anschluss (Eckenerstraße) zur Belgischen Kaserne Slt. Pirotte. Das dortige 8. Instandsetzungsbataillon reparierte Kampfpanzer, vom Typ Leopard 1 und Lastkraftwagen. Nach Zurückverlegung der Einheit nach Belgien und Aufgabe des Standortes, wurden alle Gleise demontiert. Der Anschluss zurückgebaut. Heute wird das Areal abgerissen und dem Gewerbegebiet zugeschlagen.
In der Münsterstraße (Landhandel) und der Niederforstbacher Straße, Westdeutsche Kalkwerke, bestanden ebenso Anschlüsse.
Die interessantesten und historisch wertvollen Bilder (1910) sind mir von den früheren Kalwerken Lambert Hoven, heute Kalksteinbrüche und LKW- Transporte, zur Verfügung gestellt worden.
Anschluss Industriepark Philips
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Anschluss Kaserne Brand
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Anschluss "Kalkwerke Hoven" um 1910
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