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Von Remagen/Rhein, über die Ahr, ins Hohe Venn
Die Brückentürme, rechtsrheinisch
Eine Eisenbahn entsteht nach dem Willen der Militärs
Im Jahre 1912 von Remagen am Rhein über die Ahrtalbahn (Ahr Tal Bahn) in die Eifel und das "Hohe Venn"!
In Dümpelfeld/Ahr zweigte die Strecke an einem Gleisdreieck, dem Fluss Ahr aufwärts folgend, von der Ahrtalbahn nach Adenau ab.
Sie nimmt ihren Verlauf über Insul- Schuld- Antweiler-Müsch um am Bahnhof Ahrdorf die Strecke nach Blankenheim zu verlassen.
Hier wendet sie sich in südlicher Richtung nach Ahütte-Niederehe-Walsdorf-Hillesheim, um bei Lissendorf in die Eifelstrecke Trier-Euskirchen-Düren (heute nach Köln) zu münden.
Am Bahnhof Jünkerath (mit Betriebswerk) zweigte sie von der Eifelbahn Düren-Trier ab und wird zur Vennquerbahn (Venn Quer Bahn) in Richtung Weywertz (eröffnet 1912).
Auch hier bestand ein Gleisdreieck, dass es möglich machte, von Weywertz kommend, ab Niederkyll in Richtung Düren zu fahren, ohne in Jünkerath Umzusetzen und "Kopf zu machen".
Stadtkyll, Kronenburg, Hallschlag (Anschluss zur ehemaligen Munitionsfabrik ESPAGIT GmbH) und Losheim waren die nächsten Stationen.
Bei Losheimergraben unterquerte sie die Bundesstraße Aachen nach Trier an der Landesgrenze, um über Bucholz (Bahnhof Losheimergraben), Honsfeld, Büllingen und Bütgenbach (Viadukt) dann Weywertz zu erreichen.
Dort hatte sie Anbindung an die "Vennbahn" Rothe Erde - St.Vith.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof Dümpelfeld und die Tangente, mit der Ahr Brücke des Dreiecks, (Remagen-Weywertz) durch alliierte Bomber angegriffen; Tangente und Ahr Brücke wurden zerstört. Züge von und nach Weywertz mussten in Dümpelfeld die Lokomotiven umspannen und "Kopf machen"!
Die Reste sind heute noch sichtbar.
Im Juni 1973 wurde der Personenverkehr auf der Strecke Lissendorf-Dümpelfeld (Anschluss Ahr Tal Bahn) eingestellt. Es folgte die Einstellung des Güterverkehrs Hillesheim-Dümpelfeld September 1973. Von Hillesheim nach Lissendorf erfolgte die Einstellung mit dem Ende des Jahres 1982, der Rückbau 1983. Von Dümpelfeld nach Hillesheim wurde bereits 1976 die Strecke zurückgebaut.
Von Brück/Ahr bis zum Abzweig Lissendorf (Köln-Trier) ist sie ganz zurückgebaut.
Einige imposante Bauwerke (Altenahr-Brücken, Dümpelfeld-Gleisdreieck) sind noch erhalten.
Die Bahnhöfe sind alle verkauft, sie sind renoviert und werden privat genutzt.
Die Gleise der Vennquerbahn (Venn Quer Bahn) vom Bahnhof Jünkerath (Km 0) bis Bahnhof Weywertz sind ebenfalls vollständig zurückgebaut. Einige einsame Telegraphenmasten und Kilometersteine fristen ihr trauriges Dasein.
Die letzten Reste auf belgischem Gebiet wurden bis 2009 entfernt.
Die Brücke von Remagen
Friedensmuseum "Brücke von Remagen"
Türme mit Brückenbogen
Basaltquader eines Brückenbogen
Blick Richtung Osten
Fragment mit Brückentürmen
Ansicht vom Rhein
Die nie gebaute Brücke in Ahrweiler
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Gleisdreieck Dümpelfeld/Ahr
Von Schuld/Ahr bis Müsch/Ahr
Eisenbahnbrücke bei Müsch/Ahr
Hillesheim bis Abzweig Lissendorf
Die Venn Querbahn
Ein Wort zur Vennquerbahn:
Die Strecke vom Bahnhof Jünkerath an der Hauptstrecke Köln (früher Düren) nach Trier über Gerolstein/Eifel, wurde Vennquerbahn genannt.
Die vom Rhein bis zum Gleisdreick Dümpelfeld verlaufende Strecke gehört zur Ahrtalbahn. Die Eifelbahn ist eigentlich die heutige Strecke von Köln nach Trier.
Stadtkyll Richtung Losheim (Grenze)
Gleisanschluss "ESPAGIT"
Ehemaliges Gelände der Munitionsfabrik
Das ein Bahnanschluss bestanden hat ist belegt, 1915 erhält die ESPAGIT einen eigenen Anschluss.
Neunzig Jahre nach der verheerenden Katastrophe in der ehemaligen Sprengstofffabrik zwischen Hallschlag und Kehr sind die Spuren, was die Eisenbahnanbindung betrifft, nicht mehr vorhanden.
Meine Spurensuche, ob nun in Google Earth oder vor Ort, waren nicht von Erfolg gekrönt.
Ein Landwirt in Hallschlag lediglich konnte mir sagen, dass an der Straße von Scheid, jenseits der B 421 (Aachener Straße), nach Kehr-Siedlung an der noch bestehenden Eisenbahnüberführung früher der Abzweig zur ESPAGIT sich befand. Nach der Flurbereinigung seien die Spuren verschwunden. Die einzige Möglichkeit, bedingt durch die Topographie (enormer Höhenunterschied) ist , dass die Trasse des Anschlusses (siehe Fotos) am Standort meines Motorrades in Richtung der heutigen Windkraftanlagen (Höckerlinie des Westwall) verlaufen ist. Sicher bin ich mir nicht, obwohl ich sehr viel Bahnschotter an den Wiesenrainen gefunden habe. Nun ja, es ist nicht aller Tage Abend.
Ich bleibe dran!
Wo ist der Anschluss?
Vor Losheim an der B 421
Trasse Richtung Bahnhof Losheim (500m)
Richtung Bahnhof Losheim
Richtung Hallschlag (Straßenbrücke der B 421)
Im Hintergrund über den Fichten: die Espagit
Bahnhof Losheim
Von Losheim zur Grenze
Richtung Bahnhof Buchholz (früher Bf Losheimergraben)
Belgien, mit Gleis (2007
Eisenbahnbrücke, links nach Weywertz (Grenze)
Deutsche Seite: Strecke demontiert (2007)
Blick Richtung Bahnhof Losheim
Der einsame Telegraphenmast (Richtung Losheim)







